Sehschule

Kinderaugen – gutes Sehen ist keine Verständlichkeit

Achten Sie auf die Augen ihres Kindes – eine übersehene Anomalie kann zu einer unwiederbringlichen Beeinträchtigung in der Entwicklung der Sehleistung ihres Kindes führen.


Die Sehschule:

In Zusammenarbeit mit unserer erfahrenen Orthoptistin Katharina Brunnbauer werden in unserer Sehschule Kinder jeden Alters, aber auch Erwachsene untersucht und bei Bedarf behandelt.

Untersucht werden

  • Bewegungsstörungen der Augen (Schielen mit und ohne Doppelbilder)
  • Augenzittern
  • Sehschwäche und alle damit zusammenhängenden Krankheitsbilder.

Um eine drohende Sehschwäche zu erkennen und möglichst rasch einer Therapie zuzuführen braucht es Erfahrung und eine besondere Zuwendung.

Da die Sehentwicklung eine Leistung des Gehirns ist, die sich in den ersten Lebensjahren des Kindes entwickelt, muss eine Therapie in den ersten vier Lebensjahren erfolgen, um eine Sehschwäche zu verhindern. Mit fortschreitendem Alter wird es bedeutend schwieriger, und ab dem 10. Lebensjahr nahezu unmöglich noch ein vollständiges, komplett entwickeltes, beidäugiges Sehen zu erreichen.
Je früher die Therapie begonnen wird, umso erfolgreicher wird sie sein.

Eine besondere Dringlichkeit den Augenarzt aufzusuchen liegt also vor, wenn folgende Auffälligkeiten bestehen:

  • fehlender Blickkontakt etwa ab der 4. bis 6. Lebenswoche
  • Risikokinder z.B. Frühgeburten
  • Höhere, familiär auftretende Fehlsichtigkeiten
  • Verzögerte Allgemeinentwicklung
  • Augenzittern oder Schielen (gelegentlich oder ständig)
  • Hornhauttrübungen
  • Lidveränderungen
  • bei Erwachsenen:
    • plötzlich auftretende Doppelbilder nach Schlaganfall
    • Augenmuskelentzündungen
    • neurologischen Erkrankungen ...


Der Mutter Kind Pass:

regelmäßige Kontrollen schützen die Augen ihrer Kinder

Eine augenfachärztliche Untersuchung ist in jedem Lebensalter (auch schon bei Säuglingen und Kleinkindern !) möglich.

Die beiden im Mutter Kind Pass vorgesehenen Untersuchungstermine (10. – 14. Lebensmonat und 22. – 26. Lebensmonat) sind sehr wichtig, unter bestimmten Umständen aber manchmal nicht ausreichend.

Da die ersten Lebensjahre für die Entwicklung der kindlichen Sehleistung besonders entscheidend sind, sind folgende Kontrollintervalle empfehlenswert:

  • Im ersten Lebensjahr bei Auffälligkeiten in der Anamnese (siehe oben)
  • 1. Mutter Kind Pass Untersuchung (10. – 14. Lebensmonat)
  • 2. Mutter Kind Pass Untersuchung (22. – 26. Lebensmonat)
  • 4. Lebensjahr: subjektive Tests können schon sicherer durchgeführt werden
  • 6. Lebensjahr: als Vorbereitung für den Schuleintritt

Bei Auffälligkeiten oder bereits erfolgten Therapien können häufigere Untersuchungstermine notwendig sein.

Achtung:
Die schlechte Sehleistung eines, manchmal auch beider Augen bleibt den Eltern oft verborgen.


Die Untersuchung:


Eine exakte augenfachärztliche Untersuchung ist bereits ab dem Säuglingsalter möglich und umfasst in der Regel folgende Schritte:
  • Sehtest (mit entsprechendem altersabgestuftem Testverfahren)
  • Abdecktest (zur Erkennung des manifesten oder versteckten Schielens)
  • Prüfung der Beweglichkeit der Augen
  • Kontrolle der zentralen Fixation
  • objektive Bestimmung der Brillenwerte (Skiaskopie)
  • Durchleuchtungstest zum Erkennen von Hornhaut oder Linsentrübungen
  • Untersuchung des Augenhintergrundes bei erweiterter Pupille
  • klinische Untersuchung des äußeren Auges


Das „Eintropfen“ (Skiaskopie):

Durch die zweimalige Gabe von Cyclopentolat Augentropfen wird die Pupille erweitert und die Akkomodation der kindlichen Linse verhindert.
Dadurch kann mittels Skiaskopie eine exakte Bestimmung des Sehfehlers in jedem Lebensalter ohne Mitarbeit des Untersuchten erfolgen.
Für die Verordnung einer Brille beim Kind ist die Durchführung einer Skiaskopie unerlässlich.

Die Erweiterung der Pupille hält ca. 12 – 24 Stunden an. In dieser Zeit ist die Lesefähigkeit beeinträchtigt.


Die Therapie der Sehschwäche und des Schielens....

erfordert meist eine konsequente Durchführung mittels Brillenverordnung, Prismenverordnung,
ein- oder wechselseitigem Verkleben der Augen ...


Das Berufsbild der Orthoptistin:

Unsere Orthoptistin Frau Katharina Brunnbauer hat eine dreijährige Ausbildung an der Akademie für den orthoptischen Dienst absolviert.
Siehe auch Menüpunkt "Über uns"

Genauere Informationen zum Berufsbild der Orthoptistin erhalten Sie auch auf der Homepage des Verbandes der diplomierten Orthoptistinnen Österreichs: www.orthoptik.at